Medienmitteilung vom 10. Oktober 2019 - Wärmeverbund ARA

Gemeinderat überarbeitete Vorlage Wärmeverbund ARA: Wirtschaftlichkeit durch Ausweitung des Versorgungsgebiets erhöht

Der geplante Wärmeverbund ab der ARA Rüti soll grösser werden und die Kosten für die bezogene Wärme dadurch sinken. Über diesen Vorschlag des Gemeinderats werden die Stimmberechtigten von Rüti an der Gemeindeversammlung vom 9. Dezember entscheiden. Der Gemeinderat hat die Einwände der Rechnungsprüfungskommission (RPK) ernst genommen. Er ist davon überzeugt, dass durch die Überarbeitung nun eine wirtschaftlich und ökologisch überzeugende Lösung vorliegt.

Günstiger und wirtschaftlicher wird die vom Wärmeverbund gelieferte Wärme dadurch, dass das geplante Versorgungsgebiet markant vergrössert worden ist. Das bringt Vorteile. Denn je mehr Wärme durch das neue Leitungsnetz geliefert und verkauft werden kann, desto günstiger wird der Wärmepreis für die Kundschaft.

Neu sollen auch Gebäude Dritter erschlossen werden

Während sich die Vorlage für die Juni-Gemeindeversammlung auf die Versorgung von gemeindeeigenen Liegenschaften wie Schulhäuser und Kindergarten, das Gemeindehaus oder das Alterszentrum konzentrierte, ist das Versorgungsgebiet in der Zwischenzeit erweitert worden. Es umfasst neu auch private Liegenschaften: etwa die Überbauung Bandwies, wo die geplante Überbauung mit Fernwärme ab der ARA versorgt werden soll. Ein grosses Potenzial lässt sich auch realisieren durch den Anschluss weiterer grosser Gebäude. So wurde der Perimeter für eine Wärmeversorgung neu auch auf Gewerbeliegenschaften in der Bandwies (wie Coop und Migros) und entlang der Werkstrasse (wie VZO und Migros Do It/Outlet), zusätzliche Schulhäuser (Berufsschule und Schulhaus Ferrach) und Wohnbauten und Genossenschaftssiedlungen erweitert.

Die Stimmberechtigen hatten im Juni auf Antrag der RPK eine Rückweisung der damaligen Vorlage an den Gemeinderat mit dem Auftrag einer Überarbeitung des Wärmeverbund-Vorhabens beschlossen. Ein Haupt-Kritikpunkt der RPK betraf eine nicht genügende Wirtschaftlichkeit. Der Gemeinderat hat dieser Kritik Rechnung getragen. Mit der aktuellen Vorlage konnte er erreichen, dass durch ein grösseres Versorgungsgebiet der Wärmeverbund wirtschaftlich betrieben werden kann. Der Bau von Versorgungsleitungen ist kostenintensiv. Mit dem neuen, vergrösserten Versorgungsgebiet kann pro Meter Leitung mehr Wärme abgesetzt werden. Damit gelingt eine markante Steigerung der Wirtschaftlichkeit, und gegenüber einer konventionellen Wärmeversorgung kann der Kundschaft ein konkurrenzfähiger Wärmepreis angeboten werden.

Neue Ausgangslage erfordert Kreditanpassung

Die Stimmberechtigten von Rüti entscheiden am 9. Dezember darüber, ob die Gemeinde ein neues Aufgabengebiet «Wärmeversorgung» schaffen soll – und in der Folge die Gemeindewerke den «Wärmeverbund ARA» projektieren und entwickeln sollen. Die neue Ausgangslage führt dazu, dass der Planungs- und Projektierungskredit gegenüber der ursprünglichen Vorlage angepasst werden muss. Der Kredit, der der Gemeindeversammlung für die Projektierung des vergrösserten Wärmeverbunds unterbreitet wird, beläuft sich auf 550 000 Franken, verglichen mit 465 000 Franken bei der im Juni zurückgewiesenen Vorlage.

Die Rechnungsprüfungskommission wird nun das Projekt, in dessen Überarbeitung sie einbezogen wurde, prüfen und der Gemeindeversammlung eine Empfehlung abgeben. Der Gemeinderat ist vom überarbeiteten Wärmeverbund-Projekt überzeugt. Der geplante Wärmeverbund und der damit zusammenhängende Ersatz fossiler Energien durch nachhaltige Energieträger und Heizmethoden sei die richtige Antwort auf die Klimadebatte und übergeordnete Rahmenbedingungen, so der Gemeinderat.