Medienmitteilung vom 7. November 2019 - Vorlage Bandwies Süd abstimmungsreif

Gesamtpaket Bandwies Süd bereit für die Gemeindeversammlung

Der Gemeinderat Rüti hat an seiner letzten Sitzung den öffentlichen Gestaltungsplan Bandwies Süd zuhanden der Gemeindeversammlung vom 9. Dezember 2019 verabschiedet. Damit ist das Gesamtpaket an Abstimmungsvorlagen für ein attraktives und belebtes Zentrum Bandwies geschnürt. Auf dem Areal Bandwies Süd ist ein Projekt mit rund 120 Mietwohnungen, Büros, Läden, einem Café und einem Quartierplatz vorgesehen.

Das Areal Bandwies Süd befindet sich im Eigentum der Gemeinde und ist bisher weitgehend unbebaut. Es eignet sich deshalb optimal für eine Entwicklung, die das Gebiet mit einer dichten und durchmischten Nutzung aufwertet und Rütis Rolle als Regionalzentrum stärkt. Die Gemeinde sieht vor, das Areal Bandwies Süd im Baurecht an die Credit Suisse Anlagestiftung (handelnd für die Anlagegruppe CSA Real Estate Switzerland Residential) abzugeben. Über die letzten Jahre hat die Gemeinde das Gebiet in enger Abstimmung mit der künftigen Baurechtsnehmerin entwickelt.

An der Gemeindeversammlung vom 9. Dezember 2019 befinden die Stimmberechtigten über das für die Realisierung des Projekts notwendige Gesamtpaket. Dazu gehören der öffentli­che Gestaltungsplan Bandwies Süd, der Baurechtsvertrag mit der Credit Suisse Anlage­stiftung sowie der Vertrag über den Mehrwertausgleich. Die Planung für Bandwies Süd beruht auf einem Richtprojekt mit einem Längsbau entlang der Bandwiesstrasse und drei Punkt­häusern mit einem öffentlichen Innenhof. Die Entwürfe für das Richtprojekt stammen von den Zürcher SPPA Architekten. Das SPPA-Projekt ging 2017 als Sieger aus einem Studien­auftrag mit sechs Teams hervor.

Viele Anregungen aus der Bevölkerung

Der Gemeinderat Rüti präsentierte die Eckpunkte des Gesamtpakets und das Richtprojekt am 25. Februar 2019 an einer öffentlichen Informationsveranstaltung. Während der öffentli­chen Auflage vom 15. Februar 2019 bis zum 16. April 2019 konnte die Bevölkerung ihre Anliegen einbringen. Die dabei eingegangenen Einwendungen enthielten wertvolle Hinweise und Anregungen, die nach Möglichkeit in die jetzt vorliegenden Planungsinstrumente einflossen. Gestützt auf die Anträge aus diesem Mitwirkungsverfahren wurden insbesondere folgende Inhalte geändert oder weiterentwickelt:

  • Zur Deckung des Energiebedarfs für Heizung und Warmwasser dürfen neu maximal 20 % fossile Energieträger verwendet werden (vorher 50 %).
  • Die Ein-/Ausfahrt der Tiefgarage der Überbauung Bandwies an der Breitenhofstrasse (Höhe Alpenstrasse) muss aus Lärmschutzgründen neu vollständig eingehaust sein (vorher nur überdeckt).
  • Das Projekt muss die Option offenhalten, dass Fahrzeuge aus einer künftigen Parkierungsanlage auf den benachbarten Migros-Grundstücken über die Tiefgarage Bandwies Süd ausfahren können. Die Einfahrt zu den Migros-Grundstücken ist nicht mehr vorgesehen – sie soll auch künftig über die Bandwiesstrasse erfolgen. Wenn die Migros-Grundstücke weiterentwickelt werden, ist eine Verkehrslösung zu realisieren, die den Bedürfnissen der Gemeinde Rüti entspricht.
  • Aufgrund von Hinweisen seitens der Anrainer an der Alpenstrasse hat die Gemeinde die Verkehrsverhältnisse in diesem Bereich nochmals überprüft; verschiedene Punkte wurden im Projekt Bandwies Süd aufgenommen.
  • Der Innenhof der Überbauung Bandwies Süd wird ergänzend zur Begegnungszone und dem Quartierplatz als öffentliche Fläche ausgewiesen.
  • Im Baurechtsvertrag ist neu festgehalten, dass die Baurechtsnehmerin zum Anschluss an ein künftiges Fernwärmenetz der Gemeinde Rüti verpflichtet ist, sofern dieses rechtzeitig zur Verfügung steht.

Im Rahmen der vertieften Abklärungen nach der öffentlichen Auflage prüfte die Gemeinde nochmals, ob die Einfahrt/Ausfahrt der Tiefgarage Bandwies Süd an der Breitenhofstrasse (Höhe Alpenstrasse) die beste Lösung darstellt. Die Ergebnisse bestätigten dies.

Weitere Hinweise betrafen die Einführung von Tempo 30 auf der Breitenhofstrasse. Dieses Anliegen nimmt der Gemeinderat ausserhalb der Entwicklung Bandwies Süd auf und wird es im Rahmen des Betriebs- und Gestaltungskonzepts zur Erneuerung der Breitenhofstrasseprüfen. Dafür sind im Budget 2020 entsprechende Mittel vorgesehen. Ebenfalls unabhängig von der Entwicklung Bandwies Süd laufen die Planungsarbeiten für eine Begegnungszone auf der Bandwiesstrasse weiter. Diese wird verkehrsberuhigt sein, steht jedoch weiterhin allen Verkehrsteilnehmenden offen.

Sorgfältige Planung

Der öffentliche Gestaltungsplan Bandwies Süd regelt die Bebauung, Nutzung und Erschlies­sung des Areals. Der Baurechtsvertrag ist für eine Laufzeit von 99 Jahren vorgesehen und bringt der Gemeinde jährliche Einnahmen von rund CHF 350'000. Mit dem Vertrag über den Mehrwertausgleich schöpft die Gemeinde 20 % bzw. CHF 950'000 des Mehrwerts ab, der durch die im Gestaltungsplan gegenüber der Regelbauweise höhere Ausnutzung entsteht. Mit dem qualitätssichernden Wettbewerbsverfahren und mit den im Gesamtpaket festge­schriebenen Vorgaben erachten der Gemeinderat Rüti und die Baudirektion des Kantons Zürich zudem die vom ISOS (Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz von nationaler Bedeutung) bzw. von den Bundesbehörden geforderte Sorgfalt in der Planung als erfüllt.

Meilenstein für Rüti

Die Entwicklung des Areals Bandwies Süd stellt für die Gemeinde Rüti einen Meilenstein dar. Sie wird die Achse zwischen Gemeindehaus und Reformierter Kirche stärken und als Le­bensraum und Einkaufsort attraktiver machen. Der Gemeinderat freut sich auf eine rege Teilnahme an der Gemeindeversammlung vom 9. Dezember 2019. Die Unterlagen dazu sind ab Montag, 11. November 2019 auf der Gemeindeverwaltung und unter www.rueti.ch einsehbar.

Die Begegnungszone schafft entlang der Bandwiesstrasse hohe Sicherheit und Aufenthaltsqualität. Gut sichtbar sind in der geplanten Überbauung (rechts) die Arkaden, die die Menschen vor Winterungseinflüssen schützen.