Ziele und Indikatoren

Als Energiestadt hat die Gemeinde Rüti eine Reihe von Massnahmen beschlossen, um die festgelegten Ziele im Energiebereich zu erreichen.

Um zu überprüfen, ob diese Massnahmen greifen und die Gemeinde auf dem richtigen Weg ist, wurden Indikatoren zur Bestimmung der Zielerreichung erarbeitet. Dafür wurden die Bereiche Strom, Wärme und Mobilität berücksichtigt.

Strom

Durch die zunehmende Elektrifizierung (z.B. Mobilität, Büro- und Haushaltsgeräte) ist damit zu rechnen, dass der Stromverbrauch auch in Zukunft zunehmen wird. Die Gemeinde Rüti hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2035 den Stromverbrauch im Gemeindegebiet um 12 % zu reduzieren (Basis: 2009). Der Stromabsatz wird regelmässig erhoben. Gleichzeitig soll die Stromeffizienz verbessert und der bezogene Strom möglichst erneuerbar und ökologisch sein. Die Gemeindewerke Rüti bieten seit 2014 bereits 100 % erneuerbaren Strom an. Der Anteil Ökostrom soll bis 2020 von heute 2.2 % (Stand 2017) auf 5 % gesteigert werden. Auch bei der Stromproduktion aus Sonnenenergie im Gemeindegebiet wird eine Zunahme auf 1.2 GWh angestrebt.

Wärme

Der Wärmeverbrauch im Gemeindegebiet soll bis 2035 um 35 % gesenkt werden (Basis 2009). Bisher zeigt die Entwicklung allerdings in die entgegengesetzte Richtung: Seit 2009 hat der Verbrauch um 12 % zugenommen. Hier sind weitere Anstrengungen nötig. Der Wärmeverbrauch soll zudem zunehmend aus erneuerbaren Quellen gedeckt werden. Im Gemeindegebiet wird bis 2035 ein erneuerbarer Anteil von 65 % angestrebt (z.B. Umweltwärme, Holz). Mit einer Zunahme dieses Anteils von 6 % im Jahr 2009 auf 15 % im Jahr 2017 ist die Gemeinde bisher auf einem guten Weg. Auch die Solarthermie soll weiter ausgebaut und deren Produktion von 0.3 GWh in 2013 um 5 GWh bis 2020 erhöht werden.

Mobilität

Im Bereich der Mobilität wird generell eine Abnahme des Energieverbrauchs und damit der Treibhausgasemissionen angestrebt. Um die Entwicklung zu verfolgen, wird die Anzahl registrierte Personenwagen überwacht. Es wird ausserdem eine Verlagerung weg von Benzin und Diesel hin zu Gas und Strom angestrebt. Gleichzeitig soll der öffentliche Verkehr gefördert werden, wozu die Frequenzen von Bus und Bahn verfolgt werden.