Kulturkommission

Die Kulturkommission bietet der Rütner Bevölkerung eine breite Palette von kulturellen Veranstaltungen

nächste kulturelle Leckerbissen...

Freitag, 12. Juli 2019, Kleider machen Leute - Freilichttheater nach Gottfried Keller

Freitag, 25. Oktober 2019, Itlimoos - Szenische Lesung mit Silvia Götschi

Samstag, 26. Oktober 2019, Kulinarische Filmnacht 2019, Birnenkuchen mit Lavendel

Freitag, 15. November 2019, Willi Näf - Erzähl- und Leseabend


Kleider machen Leute
Freilichttheater nach Gottfried Keller

«Vor dem ersten Gasthofe, zur Waage genannt, hielt das vornehme Fuhrwerk plötzlich, und alsogleich zog der Hausknecht so heftig an der Glocke, dass der Draht beinahe entzweiging. Da stürzten Wirt und Leute herunter und rissen den Schlag auf; Kinder und Nachbaren umringten schon den prächtigen Wagen, neugierig, welch ein Kern sich aus so unerhörter Schale enthülsen werde, und als der verdutzte Schneider endlich hervorsprang in seinem Mantel, blass und schön und schwermütig zur Erde blickend, schien er ihnen wenigstens ein geheimnis­voller Prinz oder Grafensohn zu sein.»

Gottfried Kellers Novelle handelt vom Schneidergesellen Wenzel Strapinski, der sich trotz Armut gut kleidet. Er gelangt in eine fremde Stadt und wird dort wegen seines eleganten Äusseren für einen polnischen Grafen gehalten. Nachdem er aus Schüchternheit versäumt hat, die Verwechslung aufzuklären, versucht er zu fliehen. Doch da betritt die junge Tochter eines angesehenen Bürgers den Schauplatz. Die beiden verlieben sich ineinander, worauf Wenzel die ihm aufgedrängte Grafenrolle notgedrungen weiterspielt. Auf der Verlobungsfeier kommt es zum Skandal. Ein verschmähter Nebenbuhler sorgt dafür, dass der vermeintliche Hochstapler entlarvt wird. Wenzel flieht, seine Braut aber findet ihn, rettet ihn vor dem Erfrieren und stellt ihn zur Rede. Als sie sich davon überzeugt hat, dass seine Liebe echt ist, bekennt sie sich zu ihm und setzt die Heirat durch. Der Schneider gründet mit ihrem Vermögen ein Atelier und bringt es zu Wohlstand und Ansehen, womit sich das Sprichwort «Kleider machen Leute» bewahrheitet. Kellers Erzählung ist eine amüsante, mit Sozialkritik angereicherte Geschichte voller Irrungen und Wirrungen, die sich auch wunderbar für die Bühne eignet.

Am 19. Juli 2019 wäre Gottfried Keller 200 Jahre alt geworden. Er zählt zu den bedeutendsten Schweizer Schriftstellern überhaupt. «Kleider machen Leute» erschien erstmals 1874 im zweiten Band der Sammlung «Die Leute von Seldwyla». Sie gehört zu den bekanntesten Erzählungen der deutschsprachigen Literatur und diente als Vorlage für Filme und Opern und gilt zudem als Musterbeispiel für die Stilrichtung des poetischen Realismus.

Nach den erfolgreichen Inszenierungen von Jeremias Gotthelfs «Die schwarze Spinne» und William Shakespeares «Ein Sommernachtstraum» wird der Luzerner Regisseur Elias Perrig zum dritten Mal das Freilichtstück für das Theater Kanton Zürich erarbeiten.

Regie: Elias Perrig

Bühne und Kostüme: Beate Fassnacht

Dramaturgie: Dagrun Hintze
Es spielen: Michael von Burg, Katharina von Bock, Julka Duda, Manuel Herwig, Stefan Lahr, Andreas Storm, Miriam Wagner

Kleider machen Leute nach Gottfried Keller
Inszeniert durch das Theater Kanton Zürich

im Garten der Sinne, Rüti (hinter Rekrutierungszentrum)
Freitag, 12. Juli 2019 / 20.30 Uhr

Barbetrieb mit Verpflegungsmöglichkeit ab 19 Uhr

Eintritt: Fr. 35.-

Ausweichdatum bei schlechtem Wetter: Dienstag, 27. August , 20.00 Uhr
Ausweichspielort bei schlechtem Wetter am 27. August im Löwensaal, Rüti

Vorverkauf: Papeterie Köhler Rüti, Tel. 055 251 40 40

Im Zweifelsfall Auskunft am Spieltag ab 13 Uhr: Tel. 076 437 09 55

www.rueti.ch/kuko


ITLIMOOS
Szenische Lesung mit Silvia Götschi

Kokain, Champagner, Frauen: Tobias Bauer, Besitzer einer IT­ Firma in Freienbach, ist bekannt für seinen exzessiven Lebensstil. Falsche Freunde hat er viele, Neider auch. Als er in der Nähe von Wollerau tot aufgefunden wird, ist also niemand wirklich überrascht. Verdächtige sind schnell gefunden, der Fall scheint bald geklärt. Da macht Valerie Lehmann eine merkwürdige Entdeckung: Das Opfer arbeitete an einer Computersimulation, die die Grenze zwischen Fiktion und Realität ins Wanken bringt...

Ein Krimi mit Zukunftsvision

Silvia Götschi lässt ihren neuen Krimi an der «Pfnüselküste», der linken Uferseite des Zürichsees, im verschneiten Ausserschwyz und am ltlimoosweiher bei Wollerau spielen. Der fünfte Fall von Ermittlerin Valerie Lehmann, Oberleutnant bei der Kantonspolizei Schwyz, greift ein aktuelles Thema auf und beschäftigt sich mit den Möglichkeiten, die die virtuelle Welt eröffnet. Visionär entwickelt ein Programmierer «6-D Plus», das den Besucher in die virtuelle Welt entführt, in der ihm beispielsweise Gefühle und Geschmäcker im Gehirn suggeriert werden. Die Autorin wagt sich damit an ein komplett neues und aktuelles Thema, das einerseits erfrischend ist, gleichzeitig zum Nachdenken anregt und auch etwas angsteinflössend ist. Götschi spielt die Möglichkeiten von Programmen durch und zeigt verschiedene Auswirkungen auf, die sehr realitätsnah und daher äusserst bedrohlich wirken. Neben dem spannenden Kriminalfall liegt der Fokus auf den Figuren. Valerie Lehmann hat sich von ihrem Mann getrennt und lebt mit Staatsanwalt Emilio Zanetti in Küssnacht. Die ehemals einsame Wölfin hat mittlerweile Zugang zum Team gefunden und die einzelnen Rädchen funktionieren bei den Ermittlungen wie ein Uhrwerk. Cyber-World gegen Realität - Silvia Götschi zeichnet unsere Zukunft spannend und düster. Ein interessanter Krimi, der nichts für schwache Nerven ist!

Silvia Götschi, geboren 1958 in Stans, lebte und arbeitete erst in Davos und dann im Kanton Schwyz. Von Jugend an widmet sie sich dem literarischen Schaffen und der Psychologie. Seit 1998 ist sie freischaffende Schriftstellerin und Mitarbeiterin in einer Werbeagentur. Sie hat drei Söhne und zwei Töchter und wohnt heute mit ihrem Mann in der Nähe von Luzern.

www.silvia-goetschi.eh

ITLIMOOS
Szenische Lesung mit Silvia Götschi

Bibliothek Rüti

Freitag, 25. Oktober 2019
Veranstaltungsbeginn 19.30 Uhr, anschliessend Apéro

Türöffnung 19 Uhr
Eintritt: Fr. 15.-

Reservation in der Bibliothek Rüti, bibliothek@rueti.ch oder Tel. 055 536 15 65
Kulinarische Filmnacht
Birnenkuchen mit Lavendel

Seit dem Tod ihres Mannes kümmert sich die junge Witwe Louise alleine um den Birnenhof in der Provence und um ihre beiden Kinder. Die Geschäfte gehen jedoch schlecht, die Schulden wachsen Louise über den Kopf, ihr Haus ist reparaturbedürftig, ihre Kinder sind aufsässig. Zu allem Unglück fährt sie vor ihrem Haus auch noch einen Fremden an. Dieser entpuppt sich als der Sonderling Pierre, der einen völlig eigenen Blick auf die Welt hat - und der genau das sein könnte, was Louise gerade braucht.

Regisseur: Eric Besnard widmete sich dem Thema Autismus mit Leichtigkeit und Humor. Von den vielen Facetten der Erkrankung konzentrierte er sich auf die Übersensibilität, die seine Hauptfigur Pierre menschenscheu macht und gleichzeitig dazu bringt, eine Blüte oder einen Sonnenstrahl stundenlang zu beobachten und zu studieren.


Le gout des merveilles
, die sommerwarme Komödie plädiert mit unterhaltsamen Dialogen und französischem Landhaus-Flair für Toleranz und Verständnis gegenüber Menschen, die ‚Anders‘ sind. Sozialkritische Töne verstecken sich in der romantischen Inszenierung freilich zugunsten des Gefühlskinos.


Kulinarische Filmnacht: BIRNENKUCHEN MIT LAVENDEL

Sternenkeller und Restaurant Sternen, 8630 Rüti ZH
Samstag, 26. Oktober 2019

18.00 Uhr Apéro mit feinen Häppchen
18.30 Uhr Vorstellungsbeginn, Teil 1
19.30 Uhr Nachtessen
20.30 Uhr Teil 2
21.30 Uhr Dessert

Eintritt Fr. 55.--, inkl. Apéro riche, Nachtessen und Dessert

Platzzahl beschränkt, Reservation erforderlich bis Donnerstag, 24. Oktober 2019.: Tel. 055 240 16 14.
Willi Näf – Erzähl- und Leseabend

Witzig, spritzig und erhellend

Willi Näf ist Autor, Kolumnist und Satiriker. Aus der spitzen Feder des Appenzellers stammen der aberwitzige Roman «Gesegnet sei das Zeitliche» und die drei Kilogramm schwere Autobiografie von Starkoch Anton Mosimann, «Life is a Circus». Bekannt ist der Autor auch aus legendären Sendungen wie Kaktus (DRS1) oder Giacobbo/Müller (SF1), als Drehbuchautor für Birgit Steinegger und Walter Andreas Müller’s früherer Sendung «Zweierleier» und als Schreiberling für Radiosendungen wie Timo & Paps oder Zambo.

Gewitzt und träf erzählt Willi Näf von wochenlangen delikaten Recherchen in London. Von Eitelkeit und Tränen. Und von dem, was zwischen den Zeilen steht. Zwei, drei satirische Kurzkolumnen und Abschnitte aus seinem Roman sorgen für weiteres Gelächter.

Freuen Sie sich auf einen höchst vergnüglichen, persönlichen und erhellenden Erzähl- und Leseabend!

«Die Abschnitte, die er vorliest, lösten schallendes Gelächter aus.»
Appenzeller Volksfreund über einen Erzähl- und Leseabend

«Die spassige Komödie hat es faustdick zwischen den Deckeln.»
Baselbieter Volksstimme über «Gesegnet sei das Zeitliche»

«Unfassbarer Ideenreichtum, serviert im Geistesporzellan
feinster Sprachkreativität.»
Dr. Andreas Malessa, Theolog, Autor und Journalist

Erzähl- und Leseabend mit Willi Näf
Bibliothek Rüti
Freitag, 15. November 2019

Veranstaltungsbeginn 19.30 Uhr

anschliessend ApéroTüröffnung 19 Uhr

Eintritt: Fr. 15.-

Reservation in der Bibliothek Rüti

bibliothek@rueti.ch oder Tel. 055 536 15 65

Weitere musikalische Leckerbissen finden Sie auf topklassikoberland oder Züri Oberland Kultur