Invasive Neophyten und Neozoen
Die Tier- und Pflanzenwelt ist in ständigem Wandel. Die Verbreitung von Arten verändert sich und passt sich neuen Verhältnissen an. Mit dem weltweiten Handel und der globalen Mobilität transportiert der Mensch vermehrt Arten absichtlich oder unabsichtlich über natürliche Verbreitungsgrenzen hinweg. Die Mehrheit dieser gebietsfremden Arten hat sich gut in unsere Umwelt integriert. Einige verdrängen aber in ihrer neuen Heimat die heimische Tier- und Pflanzenwelt und werden daher als invasiv bezeichnet. Diese invasiven gebietsfremden Arten bedrohen unsere biologische Vielfalt. Sie können einheimische Arten verdrängen, zu Gesundheitsproblemen beim Menschen und zu ökonomischen Schäden führen.
Invasive Neophyten
Beispiele für invasive Neophyten sind die Kanadische Goldrute, das Einjährige Berufkraut, der Sommerflieder oder der Kirschlorbeer. Diese und weitere Pflanzen sollen konsequent zurückgedrängt werden. Die öffentliche Hand ist dabei auf die Mithilfe der Privaten angewiesen. In den Faktenblättern [pdf, 3.8 MB] sind die problematischen Pflanzen im Detail vorgestellt.
Neophytensack
Ab dem 27. Mai 2025 können Einwohnerinnen und Einwohner von Rüti den Neophytensack kostenfrei bei der Abteilung Umwelt (Gemeindehaus, Büro 303) beziehen. In den 60-Liter-Säcken können die fortpflanzungsfähigen Teile von invasiven Pflanzen entsorgt werden. Die vollen Säcke können der regulären Kehrrichttour mitgegeben werden. Sie werden in der KVA verbrannt. Weitere Informationen zum Neophytensack finden Sie unter www.neophytensack.ch.
Tauschaktion 2026
Die Gemeinde Rüti führt im Winterhalbjahr - zwischen Anfang September und Ende März - die Tauschaktion Einheimische Sträucher statt invasive Neophyten durch. Für das Entfernen von invasiven Neophyten erhalten Sie von der Gemeinde einen einheimischen Strauch. Alle Informationen zur Aktion finden Sie hier.
Invasive Neozoen
Eine Übersicht über die invasiven gebietsfremden Tiere ist hier zu finden. Diese Tiere richten vielfältige Schäden an; sie verdrängen einheimische Arten, übertragen Krankheiten, verursachen Schäden an Infrastrukturen oder Ernteverluste.
Eine aktuell problematische Art ist die Asiatische Hornisse. Sie hat sich in den letzten Jahren dem Jura entlang in der Schweiz ausgebreitet und 2023 den Kanton Zürich erreicht. Wo sich die Asiatische Hornisse stark ausbreitet, gefährdet sie Bienenvölker und andere einheimische Insekten. Für den Menschen ist die Asiatische Hornisse nicht gefährlicher als die einheimische Hornisse.
Ein Verdacht auf Asiatische Hornissen muss gemeldet werden, mit Foto an asiatischehornisse.ch. (Hinweis zur Website: Die Erkennungsmerkmale können mit einem Klick weggeklickt werden, anschliessend kann die Position übernommen und ein Formular ausgefüllt werden.) Die Asiatische Hornisse ist am Hinterleib hauptsächlich schwarz und der Rumpf ist ebenfalls schwarz (vgl. Foto unten); der Hinterleib der einheimischen Hornisse ist hauptsächlich gelb und der Rumpf braun)
Da die einheimischen Europäische Hornissen bedroht sind, ist es wichtig, die Beobachtungen mit Foto zu melden und die Hornissen nicht etwa zu jagen und zu töten.
